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(Kolumne vom 31.07.2017)
Die „Spirale der Schweigsamkeit“ ist eine von der deutschen Politikwissenschaftlerin Elisabeth Noelle-Neumann entwickelte Theorie aus den Bereichen Politikwissenschaft und Massenkommunikation. Die „Spirale der Stille“, die mit der Gefahr der Ausgrenzung aus der Gesellschaft beginnt, führt den Menschen mit der Zeit in eine Dimension, in der er seine Gedanken nicht mehr äußern kann.
Zunehmende Verschlossenheit, Schweigen … Depression, Krise und ein endloser Zustand des Wahnsinns! Anfangs hält man es für vorübergehend, aber im weiteren Verlauf stellt man fest, dass es zu einem Charakterzug geworden ist.
Seit langem erlebt unsere Gesellschaft tatsächlich eine „Spirale des Schweigens”. Gleichgültigkeit gegenüber Ereignissen, Schweigen…
Schauen Sie sich um, die Menschen, die sprechen, sagen immer wieder dasselbe, wie eine kaputte Schallplatte. Niemand äußert neue, andere, wichtige Ideen… und selbst wenn, verschwinden sie unter dem Druck der Mehrheit wie Rauch.
Die Unterdrückung nimmt überhand… Vor allem die Äußerungen, die Menschen über soziale Netzwerke machen, lassen einen sprachlos werden. Respekt, Liebe und Toleranz sind schon lange in den Urlaub gefahren… und dieser Urlaub scheint noch lange nicht zu Ende zu sein.
Nach der „Spirale des Schweigens” stehen wir nun vor einer neuen Situation…
Der „Spirale der Wut“!
Die „Spirale der Wut“ ist mindestens genauso gefährlich wie die „Spirale des Schweigens“ und nimmt von Tag zu Tag zu. Der Grund dafür ist wiederum das Fehlen von Respekt, Liebe und Toleranz oder die Unfähigkeit, andere zu tolerieren.
Tatsächlich ist die „Spirale der Wut“ eine Folge der „Spirale des Schweigens“.
Warum?
Es ist diese „Spirale der Wut“, die einen Teil der Gesellschaft in die „Spirale des Schweigens“ treibt.
Man sieht dies angesichts unterschiedlicher Denkweisen, unterschiedlicher Kleidung und unterschiedlicher Entwicklungen. Es ist die Missachtung von Recht, Gesetz und Gerechtigkeit. Es ist ein Mangel an Empathie.
Es ist die Verwirklichung des Slogans „Schlagt zu, dann schlagen wir zurück, sterbt, dann sterben wir auch”.
Sie kämpfen dafür, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln. Sie hängen, sie schneiden, sie richten und sie hängen am Galgen. Manchmal sind sie vor Wut rot angelaufen. Das Schlimme daran ist, dass es keine Entwicklung gibt, die ihre Wut besänftigen könnte.
Sie haben sich in ihrer Wut verstrickt und reagieren selbst auf gute und positive Entwicklungen mit Wut. Die schlechte Lage ist für sie ohnehin ein Sumpf. Denn die Ursache für die schlechte Lage sind niemals sie selbst, sondern immer andere.
Der Feind ist immer außerhalb.
Für diejenigen, die in den „Teufelskreis der Wut” geraten sind, wurde der „Spiegel” nie erfunden.
Für sie sind diejenigen, die anders denken, die Quelle der Wut.
Jeder muss so denken wie sie. Die kleinste Abweichung in der Sichtweise auf die Ereignisse reicht aus, um wütend zu werden.
Ein Teil der Gesellschaft widmet sich dem „Spirale des Schweigens“, um dieser Welle der Wut zu entkommen. Nach und nach wird ihre Stimme unhörbar. Sie kann nicht mehr atmen und kommt an den Rand des Erstickens.
Diejenigen, die in der „Spirale der Wut“ schwimmen, werden gegenüber der „Spirale des Schweigens“ immer grober und verstärken ihren Druck, weil sie glauben, dass ihre eigenen Ideen richtig sind.
Sie gestehen anderen Meinungen niemals das Recht auf Existenz zu.
Solange aus der „Spirale des Schweigens” kein Ton zu hören ist, geraten sie vor Wut fast außer sich. Dann herrscht überall nur noch trockener Lärm. Die Tatsachen verschwinden in einem Klima der Angst, die Wahrheit geht verloren.
„Spirale des Schweigens” oder „Spirale der Wut”?
Als Türkei verdienen wir keines von beiden. Wir sind dazu nicht gezwungen. Eine Gesellschaft, die zwischen diesen beiden Spiralen eingeklemmt ist, scheint keine Zukunft zu haben.
Lassen wir doch die Reden und Handlungen hinter uns, die die Gesellschaft wie eine Wassermelone in zwei Hälften spalten. Halten wir die Wege der Empathie offen. Begraben wir unsere Wut in unseren Herzen und verbreiten wir unsere Liebe in unserer Umgebung.
Auch wenn es uns nicht gefällt, sollten wir versuchen, Wege zu finden, um die Denkkanäle in allen Schichten der Gesellschaft offen zu halten.
Lassen wir dieser Wut eine Pause gönnen. Nehmen wir unseren Kopf in die Hände und denken wir nach.
Wo machen wir Fehler?
Andernfalls werden wir zwischen der „Spirale des Schweigens” und der „Spirale der Wut” gefangen sein. Unsere Farben werden verblassen!












