Als Overlander bezeichnet man Menschen, die mit ihrem eigenen Fahrzeug autarke Fernreisen unternehmen.
Diese Reisen, bei denen Verpflegung, Unterkunft und alle anderen Bedürfnisse selbst organisiert werden, werden oft mit Camping verwechselt.
Ich kann nicht sagen, dass ein Satz wie „Die Zahl der Overlander nimmt stetig zu“ ganz zutreffend ist. Ich werde das Thema „Overlander sein“, das ich mit diesem Artikel begonnen habe, weiterführen, da ich nicht der Meinung bin, dass es sich dabei lediglich um eine lange Reise handelt.
Overlander zu sein beruht eigentlich auf den evolutionären Wurzeln des Menschen: dem Wunsch nach Freiheit, Unabhängigkeit und der Begegnung mit anderen Menschen.
Um den Weg zum Begriff „Overlander“ etwas zu beleuchten, muss ich euch von drei Personen erzählen.
Der erste ist Friso Richter, Produzent und Moderator der Sendung „Camping Check“. Durch Frisos Sendungen habe ich den Einstieg in das Campingleben gefunden.
https://www.youtube.com/@frisorichter
Die zweite sind Anette und Marcus, Reisende, die mit ihrem YouTube-Kanal „4×4 OverlandTravel Offroad“ den Menschen die Orte vermitteln, die sie bereisen. Sie machen wunderschöne Aufnahmen auf ihren langen Reisen von den USA bis nach Island.
https://www.youtube.com/@4x4OverlandTravelDeutsch
Die dritten sind Sybil und Christian, Reisende, die mit ihren Geländewagen Orte wie den Balkan, die Türkei, Zentralasien, arabische Länder und Island bereisen.
https://www.youtube.com/channel/UCt0ajlTXC71I0nZrO1AHMGA
Das Wort, das Marcus und Christian in ihren Sendungen verwenden und das ich im Titel meines Artikels verwendet habe, hat für mich weit mehr Bedeutung als nur „Reisen“: Overlander.
Sie haben sicher schon gehört, dass die Deutschen viel herumreisen. Sie sind nicht nur für Pauschalreisen bekannt, sondern auch dafür, dass sie mit ihren Wohnmobilen durch Deutschland, Europa und die ganze Welt reisen.
Diejenigen, die auf Campingplätzen in Deutschland leben, entscheiden sich für diese Art des Reisens, weil ihnen der direkte Kontakt mit der Natur wichtig ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt für sie ist die „Freiheit“.
Wenn wir Campingplätze als erste Stufe betrachten, stellt das „Overlander-Dasein“ die nächste Stufe dar.
Das heißt, Camping bedeutet, im selben Land zu bleiben, während diejenigen, die mit ihren Fahrzeugen lange Reisen unternehmen, als „Overlander“ bezeichnet werden und grenzüberschreitende Reisen unternehmen.
Was ich auf Christians Reisen beobachtet habe, hat mich dazu veranlasst, dieses Thema eingehend zu erforschen und darüber nachzudenken.
Andere Länder, andere Kulturen, andere Menschen…
Was Menschen dazu bewegt, Overlander zu werden, welche Gefühle das Reisen im Leben von Overlandern weckt, was das Leben über Ländergrenzen hinweg dem Menschen bringt, wie menschlich das System und die Kultur sind, die den Menschen aufgezwungen werden, und ob die aufgezwungenen Gewohnheiten des modernen Lebens und des Stadtlebens wirklich menschlich sind oder nur eine natürliche Folge der modernen Industriegesellschaft – solche Themen und Fragen beschäftigen mich. Auch darüber werde ich im Laufe der Zeit mit euch sprechen.
Wir werden gemeinsam den Ursprüngen des Overlandings auf den Grund gehen.
Wenn man sich mit dem Thema Overlanding beschäftigt, stößt man auf die Information, dass es in Australien seinen Ursprung hat.
Ist das wirklich so?
Oder zwingt uns das Werbeinstrument des uns aufgezwungenen Systems auch diese Information auf?
„Der australische Rinderzüchter Alfred Canning legte die Canning Stock Route an, die eine Gesamtlänge von etwa 1.850 Kilometern hat. Diese Route diente ursprünglich dazu, Rinder durch unbewohnte Wüstengebiete zu den Märkten zu treiben, und gilt heute als früher Vorläufer des Straßenverkehrs.“
Alfred war nicht der erste Mensch, der sich für seine Tiere auf den Weg machte.
Die historischen Wurzeln derjenigen, die sich für ihre Tiere auf den Weg machten, reichen bis ins 8. Jahrhundert zurück.
Lassen Sie uns dieses Thema in einem weiteren Artikel behandeln.
Bleiben Sie mit Liebe und Wissen












